Gegen das Vergessen

Die Novemberpogrome 1938 waren von den Nazis organisierte Gewaltmaßnamen gegen die Juden und Deutschland und Österreich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November mehrere hundert Juden ermordet, über 300 nahmen sich das Leben. Mehr als 1400 Synagogen, Betstuben und Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.

Auch in Emlichheim haben in dieser Nacht Schergen der Nazis Häuser jüdischer Mitbewohner demoliert. Am Bremarkt wohnte die Familie ten Brink und an der Ringer Straße die Familie Weinberg. Louis und Mathilde ten Brink sowie Bernhard und und Rolina Weinberg überlebten die Nazizeit nicht. Sie wurden in KZs ermordet. Ihnen zum Gedenken hat der Künstler Günter Demnig vor ihren ehemaligen Häusern „Stolpersteine“ in den Gehsteig eingelassen.

Auch in diesem Jahr hat das Ratsmitglied Johannes Spykman dazu aufgerufen, die Steine symbolisch zu putzen und der Ermordeten zu gedenken. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, unter anderem Mitglieder aus Rat und Verwaltung, sind seinem Aufruf gestern Abend gefolgt. Das ist gut so. Auch 83 Jahre später darf man die Gräueltaten nicht vergessen, denn der braune Sumpf ist immer noch nicht ausgetrocknet.

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